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Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt: Frauen weiterhin benachteiligt.
27.02.17

Es hat sich bei der Chancengleichheit im Berufsleben zwar manches zum Positiven entwickelt, doch Frauen sehen sich auch heute noch mit Diskriminierungen konfrontiert. Schlechtere Gehälter und wenige Führungspositionen stellen die grössten Probleme dar. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Geringere Löhne für Frauen
Der Blick auf die Statistiken zeigt bei den Einkommen grosse Unterschiede auf: In Deutschland verdienen vollzeitbeschäftigte Frauen rund 21% weniger als Männer. Das liegt zum einen daran, dass viele typischen Frauenberufe wie Pflegerinnen schlecht bezahlt sind. Zum anderen erhalten Frauen für die gleichen Jobs geringere Einkünfte, laut Statistischem Bundesamt liegt die Differenz bei acht Prozent. Diese zweite Zahl lässt sich nur mit Diskriminierung erklären.

Schlechtere Chancen auf Führungsposten
Zudem haben Frauen oft schlechtere Aufstiegschancen. Sie sind beispielsweise in den Vorstandsetagen deutscher DAX-Konzerne erheblich unterrepräsentiert. Bei Professuren an Unis und in anderen leitenden Positionen sieht es nicht anders aus. Wissenschaftler erklären das teilweise mit einer Männerdominanz in den Entscheidungsgremien, die Frauen strukturell benachteiligt. Auch Babypausen behindern häufig die Karriere, weil viele Unternehmen und andere Institutionen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht ernst nehmen.

Aussichten verbessern sich
Trotz der vorhandenen Hindernisse ist die Lage für Frauen mittlerweile günstiger. Der Gesetzgeber hat die Rahmenbedingungen mit unterschiedlichen Massnahmen vorteilhaft verändert. So sorgt der Ausbau der Kinderbetreuung dafür, dass Mütter rasch wieder ihren Beruf aufnehmen können. Vorgaben wie eine Mindest-Frauenquote in Aufsichtsräten zeitigen ebenfalls nach und nach Wirkung. Zugleich nutzen zunehmend mehr Frauen selbstbewusst ihre Karrierechancen und beherzigen Tipps von Portalen, siehe www.jobfibel.com.  Sie streben zum Beispiel zielgerichtet Vorstandspositionen an und lassen sich bei Bewerbungen nicht mit geringen Gehältern abspeisen.

Autor dieses Beitrages: Benjamin Meyer.

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